international - Bike

end2end - Längs durch das Vereinigte Königreich

Unser Plan ist es, im Sommer 2016, per Fahrrad und Zelt die Insel, bzw. das Vereinigte Königreich (United Kingdom) vom südwestlichsten Zipfel aus (Lands End) bis zur nördlichsten Spitze (John o`Groats) in mehreren Etappen, bzw. Anläufen schließlich komplett zu durchqueren. Vielleicht reicht`s ja auch noch für Shetland Islands.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An- und Abreise per Bahn und Fähre. Tourstart ist am 20. Juli 2016.

 

09./30./31. Mai 2016

Es wird ernst! - Wir kaufen Bahn- und Fährtickets: Berlin-Basel; Basel-Paris (Lyon); Transfer Gare de Lyon -> Gare Montparnasse, Paris (Montparnasse) -Morlaix, bzw. Roscoff-Plymouth (Fähre). Das Stück von Morlaix nach Roscoff (ca. 25 km) werden wir per Rad absolvieren. Da wir in Morlaix, wenn alles klappt, erst am 21. Juli gegen 18:00 Uhr ankommen, wollen wir dort die erste Zeltnacht verbringen. Weiter am 22- Juli ab Roscoff per Fähre nach Plymouth. - Tourstart!

Auch die Rückreise ist schon geplant, bzw. die Tickets sind bestellt/gekauft. Per Fähre geht es am 29. Aug. von Newcastle nach Amsterdam und von hier aus weiter per Bahn am 30. Aug. nach Berlin.

08. Juni 2016

Letzter (Rück)Fahrschein (Amsterdam -> Berlin) eingetroffen.

09. Juni 2016

Mein altbewährtes TREK 990 schwächelt (es kommt doch nicht etwa in die Jahre?). - Am hinteren Ausfallende ist die Gewindeöse, die den Gepäckträger hält, einfach abgebrochen ;-(

Lässt sich das Teil wieder anschweißen? - Nico (baut individuelle Fahrrad-Stahlrahmen) sagt ja! Habe das Rad bei ihm abgegeben und warte und hoffe ... !

16. Juni 2016

Gute Nachrichten von Nico: Die Gewindeöse ist angeschweißt, jetzt muss nur noch der Lack trocknen. Nächste Woche kann ich das Rad abholen. Bin sehr gespannt ... !

22. Juni 2016

In der Radspannerei, wo Nico auch arbeitet, das reparierte Rad abgeholt. Der Gepäckträger ist wieder ordnungsgemäß montiert, denn die Gewindeöse ist perfekt angeschweißt. - Diese Hürde wäre also erfolgreich genommen ...

24. Juni 2016

Heute Nacht hat sich Großbritannien aus der EU verabschiedet (Brexit). Ob das schon irgendwelche Konsequenzen für unsere geplante Tour hat, bleibt abzuwarten. Per heute hätten wir zumindest mit einem für uns günstigeren Wechselkurs zu rechnen. Insgesamt halte ich den Brexit - nicht nur aus Sicht des Reiseradlers - für eher sehr bedenklich.

07. Juli 2016

Nico hatte mich noch mal darauf hingewiesen, dass Gabelschaft, Vorbau und Ahead Steuersatz dringend einer Wartung bedürften, da Wind und Wetter, aber auch jahrelanger Einsatz Spuren hinterlassen haben. Also habe ich alles zerlegt, Rost und Schmutz entfernt und beschlossen, den alte Vorbau durch einen verstellbaren Ritchey MTB Vorbau zu ersetzen.

10. Juli 2016

Die Fahrräder sind reisefertig, das erste Quartier in Plymouth ist gebucht. Wir beginnen mit der Fein- und Streckenplanung.

11. Juli 2016

Geht ja gut los! Gleich die erste Booking.com-Buchung ging in die Hose. Obwohl vom Portal bestätigt, widersprach der Vermieter und bot Storno an. - Nun gut, haben wir halt ein anderes Hotel in Plymouth gebucht.

18. Juli 2016

Es wird ernst! - Wir beginnen zu packen. Und wieder ist es schwer sich zu entscheiden, was unbedingt mit muss - speziell bzgl. der Kleidung - und auf was man - um die Räder nicht zu schwer zu beladen - verzichten kann (wir reisen ja in ein noch EU-Land, da kann man notfalls unterwegs ggf. auch noch mal was nachkaufen). Berücksichtigen müssen wir beim Packen aber auch, dass unsere Anreise etwas "sportlich" zu werden scheint. Soll heißen, dass auch das Umsteigen sehr zügig gehen sollte ...

20. / 21. Juli 2016

Theresa May kommt her, wir fahren hin! - Sozusagen ein Gegenbesuch, wenn auch auf sehr unterschiedlichem Level. Kommt sie zum Antrittsbesuch zur Kanzlerin, wollen wir "nur" ihr Land kennen (und lieben?) lernen ;-)

Mit der S-Bahn bis Gesundbrunnen und hier um 21:33 Uhr in den Nachzug nach Basel. Wir haben reservierte Fahrradstellplätze und staunen nicht schlecht, wie viele Mitreisende dieselbe Idee hatten. Die mehr als 30 Fahrradstellplätze sind im nu belegt. Etwas problematisch die Reisenden mit Liegerädern oder Anhängern, Sie nehmen viel Platz ein und sind anscheinend nicht vorbuchbar zu sein. – Speisewagen Fehlanzeige, lediglich ein sehr, sehr schlichtes Bistro. Nun ja …..

Trotz mehr als 40 Minuten Verspätung bei der Ankunft, haben wir keine Probleme in den TGV nach Paris zu wechseln. Auch hier hatten wir reserviert, denn in den Zug passen jeweils nur vier Fahrräder!

Natürlich mussten wir dann in Paris die Bahnhöfe wechseln (Gare de Lyon nach Gare Monpanasse) und uns für etwa sechs Kilometer durch die Stadt kämpfen. Dank GPS und Brigittes Umsicht gelang uns das aber auch relativ gut.

Schließlich bestiegen wir wieder einen (reservierten) TGV und fuhren, oft mit sehr hoher Geschwindigkeit, etwa vier Stunden bis Morlaix. – Jetzt „nur noch“ etwa 25 km per Rad bis zu unserem Zeltplatz, etwa fünf Kilometer vor Roscoff. Dass wir auf dieser relativ kurzen Strecke noch mehr als 300 Hm überwinden durften, war eigentlich nicht eingeplant, machte uns auch nicht wirklich viel glücklicher.

Rasch angemeldet und während ich die Räder ablud stellte sich Brigitte in die Crêpes-Warteschlange. Unser landestypisches Abendessen. Zum Abspannen sind wir bei sommerlichen Abendtemperaturen noch ein paar Schritte am Kanal entlang gelaufen und besuchten noch kurz ein ländliches Strandkonzert.

22. Juli 2016

Erholsam geschlafen. Da die Fähre nach Plymouth erst um 16:15 Uhr startete, konnten wir es langsam angehen lassen. Zwar gab`s zum Frühstück keine frischen Brötchen zu kaufen, dafür aber super leckeres Baguette!

Auf der gut 5 km langen Fahrt zum Fährhafen in Roscoff haben wir vermutlich einen ersten kleinen Eindruck bekommen dürfen, was uns die nächste Zeit wohl so erwarten wird. Schmale sehr hügelige Nebenstraßen, welche ein zügiges Kilometer machen einfach nicht zulassen. – Roscoff an sich war recht malerisch, zumal die Sonne ihr Bestes gab. Diverse Straßencafés verführten zum Pause machen. Wir ließen uns nur zu gerne verführen ;-)

Beim anschließenden Einschiffen – wir haben hierfür ausreichend Erfahrungen in Skandinavien sammeln können – fiel uns auf, dass doch recht gründlich kontrolliert wurde. Ob das schon immer so war, oder ob das die ersten Brexitfolgen sind, können wir nicht beurteilen. Die Uhren mussten wir auch erst mal `ne Stunde zurück stellen.

Wir haben uns für die etwa sechsstündige Überfahrt `ne Kabine gegönnt, da diese nur 10 € teurer war, als ein reservierter Sitzplatz. - Um 21:30 Uhr Ortszeit sind wir im Hafen und kurz darauf auch schon wieder auf den Rädern. Erwähnt werden muss auf jeden Fall noch, dass wir von einem Mitreisenden (Motorrad), mit welchem wir beim Warten ins Gespräch gekommen waren, bereits eine Einladung erhalten haben :-)

Unser Hotel ist ein echt historischer Schinken, nicht nur von außen! ;-)

23. Juli 2016

Nein mit dem Hotel waren wir wirklich nicht zufrieden und das bei dem Preis! Wir haben es dann auch ohne Frühstück verlassen, denn das sollte noch mal 25 £ extra kosten. Also Räder beladen und ab in Richtung Fähre (Plymouth -> Cremyll). Das Boot war winzig und das Verladen der bepackten Räder ein echter Kraftakt. Aber sofort fassten hilfreiche Briten mit an und wünschten uns eine gute Reise. Auf der anderen Seite angekommen (Mount Edgcumbe Country Park) fing sofort die Plackerei an …

Wir mussten heute vieles neu erfahren. Z. B., dass bedingt durch Steilküsten und auf Meeresniveau liegende Hafenorte es sofort immer sehr steil bergauf ging (teilweise mehr als 20 %), wollte man entlang der Küste radeln. Nächste Überraschung waren die sehr schmalen, links und rechts hoch bewachsenen Nebenstraßen. Man kommt sich eher vor wie in einer Röhre und muss sich bei Gegenverkehr oder Überholmanövern stets arrangieren. Meist bedeutet das, dass der Radfahrer absteigt und sich an geeigneter Stelle an die Böschung drückt. – Wir kommen extrem langsam voran und erklimmen bei einer Tagesleistung von etwa 50 km knapp 1.400 Hm! – Wir haben ja nun schon so einiges in den letzten Jahren mit unseren Reiserädern angestellt, aber so oft geschoben haben wir noch nie!

Um 16:00 Uhr erreichen wir Polruan und fahren per Boot nach Fowey. Wir sind völlig platt und beschließen, die verbleibenden etwa 20 km zum Zeltplatz ebenfalls per Schiff zu absolvieren (Fowey bis Mevagissey; eine der beste Bootstouren Cornwells). Jetzt nur noch 5 km bis zum Schlafplatz (Heligan Woods Caravan and Camping Park), aber natürlich nicht, ohne vorher noch mal schieben zu dürfen. Das kann ja heiter werden …

24. Juli 2016

Nach dem Frühstück fahren wir zurück nach Mevagissey und folgen ab sofort der National Cycle Network Route 3 – Land`s End to Bristol – (NCN 3). Wir werden sofort „belohnt“ und verlassen den Ort schiebend. Kurz danach dürfen wir uns entscheiden, ob wir dem Fahrradweg und der für LKW`s markierten Strecke folgen. Wir wählen clever wie wir sind den LKW-Weg und haben ab sofort großen Respekt vor deren Fahrkünsten. Der Weg verläuft weiter im fröhlichen (!) auf und ab in Richtung Land`s End. Wir plaudern nett mit zwei Schweizer Radfahrern, die eine kurze Pause machten und staunen nicht schlecht, als wir sie wieder vor uns am Straßenrand entdecken. Sie haben einen kleinen Umweg in Kauf genommen und auf einen Hafenort verzichtet (sie kannten schon einen), während wir vergnügt über einen Strand geschoben haben. In Bissoe im Bike Cafe trenne sich unsere Wege. Wir folgen dem Radweg weiter, passieren auf Schotterwegen ein aufgelassenes Bergbaugebiet vor Camborne-Redruth und hoffen, dass bald ein Campingplatz auftaucht. Den finden wir mit Lavender Hill. Da sonntags die Geschäfte früh schließen, gönnen wir uns ein gutes Pub-Essen. Für Arno Spar Rips und für Brigitte Cornish Crab Cake. - Wir schlafen gut.

25. Juli 2016

Nach dem Aufbruch direkt zum nächsten Community Store und Getränke gekauft. Weiter über Hayle und Marazion mit schönem Blick auf St. Michael`s Mount an der wuseligen Strandpromenade von Penzance entlang, dann über eine weiteren Hügel schiebend nach Mousehole. Da sofort ins erste Café eingefallen. Arno bekam ein Sundae (Eiscreme mit Sahne) und Brigitte Cornish Cream Tea, dessen selbstgemachte Marmelade arg nach Discounter schmeckte. Den Ort verlassen wir (mal wieder) schiebend, plaudern dabei nett (aber kurzatmig) mit einer deutschen Familie, welche den South West Coast Path entlang wanderte. Jetzt waren es nur noch wenige Kilometer bis Land`s End, die wir mit vielen weiteren Radfahrern zurücklegten.

Der Ort selbst war eher ein Rummelplatz, aber man konnte - wenn man den wollte - ein Foto von sich direkt unter dem Land`s End Schild machen lassen. Wir sind dann zügig zurück gefahren, jetzt eher über kleine Nebenstraßen. In Mousehole sollte es ein Campingplatz neben dem Fußballplatz geben. Stimmte und wir haben ihn gefunden und schlugen unser Zelt fast direkt an der Seitenlinie auf. Im nächsten Pub waren alle Tische belegt, also sind wir ein halbe Meile bergab gelaufen um uns schließlich am Hafen an Fish and Chips zu laben. Zum Nachtisch gab es super leckere Eiscreme. Diesmal beides jeweils zum Mitnehmen. Das mit dem Einkaufen und selberkochen werden wir bestimmt auch noch hinbekommen.

26. Juli 2016

Zurück über kleine Landstraßen bis Bissoe. Natürlich wieder im Bike Cafe eingekehrt. Arno bekam wieder seine Spiegeleier mit Speck auf Toast, diesmal leider gewendet und mit nur eine Scheibe Speck.

Da unsere Berliner Planung schon am ersten Tag der Wirklichkeit nicht Stand hielt, versuchten wir von hier aus mit Hilfe von Arnos Handy App einen Campingplatz zu finden. Den haben wir dann auch auf unseren Garmingeräten, d.h. auf Velomap gefunden. Beim Routen zeigten jedoch unsere Geräte unterschiedliche Richtungen an. Um nicht bis zum Abend im Kreis zu fahren, entschieden wir uns doch der NCN 3 bis nach Newquay zu folgen.

Der tägliche Regen hatte auch eine Pause eingelegt und sollte diese auch bis zum Abend einhalten. In Newquay nahm uns erst der zweite Campingplatz auf. Also Zelt aufbauen und Duschen, denn es war kurz vor Sieben. Als Arno vom Duschen zurück kam, kam eine Platznachbarin mit glühendem Grill, Burgern, Brötchen und Salat und behauptete ihnen wäre dies zu viel und wir hätten doch bestimmt Hunger. Wir haben einfach nur danke gesagt und sind über das Essen hergefallen (nachdem wir die Burger gegrillt hatten natürlich).

Dann haben wir zur Feier des Tages noch das platzeigene amusement center besucht und einige Zweipence Stücke verspielt, sowie nett mit dem Spender unseres Abendessens geplaudert.

27. Juli 2016

Es regnet, als wir abbauen und in einen neuen Tag starten. Besonders bemerkenswert auf der langen Strecke nach Otterham war ein langes Stück Radweg auf einer ehemaligen Bahntrasse. Findigen Geschäftsleuten ist es hier gelungen, „Fahrradfieber“ zu entfachen. Egal wie jung oder alt, groß oder klein, jeder bekommt ein Tretvehikel übergeholfen und wird auf die Piste geschickt. Nur zwei voll beladene Pistenrowdys aus Deutschland fielen aus der Rolle und räumten mit weit überhöhter Geschwindigkeit das Feld von hinten auf. ;-)

Der Preis dafür waren komplett eingesaute Räder und Klamotten. Nun ja, jedes Vergnügen hat seinen Preis!

Nach der Trasse folgten noch mal ein paar wirklich anstrengende Berg- und Talfahrten (es ist wirklich manchmal erstaunlich, was die ollen Felgenbremsen so halten) erreichten wir schließlich einen zum Zeltplatz mutierten Bauernhof und einen Stellplatz weit, weit oben auf der großen nassen Wiese. – Es war spät geworden und wir waren platt. Ergo; es gab Burger im Pub.

28. Juli 2016

Die Nacht war stockdunkel und der Nieselregen hatte auch nicht nachgelassen. Ergo war nun wirklich alles quatschnass und der Start in den grauen Morgen etwas verhalten. Trotzdem gab`s `nen Tee und auch zwei Tassen Kaffee, ehe wir das nasse Zeug zusammen rafften (das Zelt schien doppeltschwer) und uns auf die Sättel begaben.

Das folgende Streckenprofil und die nassen Straßen machten den Tag auch nicht wirklich freundlicher, dennoch traten wir tapfer in die Pedale und schlichen voran. – Tatsächlich endeckten wir am frühen Nachmittag einen winzigen Krämerladen und kauften das letzte Brot, etwas Pastete und Cheddar-Käse. Direkt am Kriegerdenkmal, hier war auch ein Baum zu Ehren der Krönung der Queen gepflanzt und einige weiter Relikte verteilt, machten wir bei den ersten wenigen Sonnenstrahlen Picknick. – Ja mit dem Wetter ist das momentan (?) so eine Sache; Grundtendenz ist bedeckter Himmel, etwa 18 °C und hin und wieder ein Fleckchen blauer Himmel, gefolgt von kurzen Regenschauern und ein paar Sonnenstrahlen.

Noch mal so um die 12 km fahren, meist auf Schotterwegen durch den Wald, erreichten wir schließlich unseren reservierten Zeltplatz in Great Torrington. Doch oh Graus, das Tor war mit einer Kette verschlossen! Des Rätsels Lösung: unser geniales GPS-Gerät hatte es tatsächlich geschafft, uns auf Schleichwegen zum Hintereingang zu führen. Der hilfsbereite und freundliche Platzwart befreite uns aus dieser misslichen Lage. – Zum Abendessen gab es Spagetti, total vegetarisch. – Lecker ;-(

29. Juli 2016

PAUSENTAG.

30. Juli 2016

Es geht wieder weiter. Wir finden schnell den Einstieg zum Tarka-Trail und rollen erst abwärts, dann entlang einer still gelegten Bahntrasse zügig gen Norden. Überraschung! - Der nächste Bahnhof existiert noch, allerdings jetzt als Gaststätte. Englisches Frühstück ist angesagt. Wir wählen das Station Master Breakfast!! Etwas träger rollen wir weiter auf der Trasse bis Barnstable. Jetzt wurde es bergig, aber richtig. Bis auf eine Höhe von 450 m, nämlich zum Exmore Nationalpark mussten wir uns hochquälen. Zum Glück passte das Wetter.

Unser Quartier fanden wir auf einem Bauernhof im Park (Westermill-Farm), welcher jetzt seine Weiden nicht mehr den Rindviechern, sondern den anspruchslosen Naturcampern überlässt. Ziemlich schlicht das ganze, aber unerträglich am Abend die Millionen von Kleinstmücken.

31. Juli 2016

Da es auf besagtem Campground weder Internet noch andere Möglichkeiten der Zerstreuung gab, haben wir uns relativ früh in die Schlafsäcke verzogen. Auch in dieser Nacht hat es nicht geregnet! Trotzdem war unser Zelt wieder tropfnass, als wir es einpackten und uns auf Strecke begaben.

01. August 2016

Der Platz war wirklich kein Vergnügen, ganz im Gegenteil! Aber zumindest sind wir trocken geblieben. Zwei radreisende Holländerinnen versprachen uns eine entspannte Weiterfahrt (sie waren von Norden gekommen), da die Etappe fast nur eben verläuft.

Leider haben sie in Cheddar Ort übernachtet, während wir uns als Etappenziel den Campingplatz Cheddar in den Mendip Heights ausgesucht haben. Aber erstmal entspannt gestartet und auf Feldwegen dem Kanal nach Bridgwater gefolgt. Dort abgebogen zum Einkaufen – Getränke und Picknick. Dann kamen wir auf die Idee noch in die Innenstadt zu fahren. Den Umweg hätten wir uns auch sparen können, aber immerhin konnte Brigitte ihr vergessenes Shampoo ersetzen und weitere Pfunde gab es auch. Ab sofort wurde es jedoch hügliger und wir erreichten Glastonbury, welches wir nach Besichtigung der Kirche umgehend wieder verließen – natürlich wieder mit einer Schleife. Selbst das GPS-Gerät fing an zu zweifeln und wollte uns im Kreis führen - haben wir aber rechtzeitig gemerkt.

Weiter auf hügliger Strecke nach Wells ein Ort der einfach nicht auftauchen wollte. Inzwischen hat sich der ganztägige Nieselregen in einen echten Landregen ausgewachsen. Selbst unsere Garmingeräte zeigten unterschiedliche Wege an. Jetzt mussten wir nur noch von fast Meeresebene auf 270 m. Dies haben wir dann auch größtenteils schiebend bewerkstelligt. Am Campingplatz angekommen wurden noch Getränke und Süßigkeiten erstanden, unser Zelt aufgebaut, mit Hilfe von Handtüchern den Innenraum getrocknet, versucht nur trockenen Sachen in die Schlafkabine zu nehmen, die Nassen Taschen abzutrocknen und im Vorraum zu drapieren. Jetzt noch im strömenden Regen zum Sanitärblock und geduscht. Da niemand Lust hatte nochmal rauszugehen und Wasser zu holen, gab es kalte Küche, nämlich unser in Bridgwater gekaufte Picknick.

02. August 2016

Es hat die ganze Nacht weiter geregnet. Wir überlegen, ob wir überhaupt weiter fahren wollen (und können). Der Nebel will sich auch nicht verziehen. Trotzdem, oder grade jetzt doch. Wir beginnen einzupacken und abzubauen. Fast alles ist nass und die Packtaschen scheinen doppelt so schwer (sind es vielleicht auch). Zum Glück verlaufen die ersten Kilometer mehr oder weniger abwärts. Das Wasser nervt.

Wir nähern uns Bristol und werden erschlagen von Großstadtverkehr und Tourismus. Wir verwerfen schließlich unseren Plan, uns hier ein Quartier zu suchen und beschließen weiter zu fahren. Zumindest der Regen hat nachgelassen, es ist "nur noch" grau und feucht. Etwa 20 km vor Chepstow buchen wir per Booking.com in Chepstow ein DZ in der Two Rivers Lodge, was uns schließlich für die letzten Kilometer noch mal Motivation verleiht.

Das Zimmer sieht jetzt aus wie ein Feldlager, überall Kleidung und Ausrüstung zum Trocknen. Und geht es gut ....

03. August 2016

Nach einem leckeren full breakfast (Würstchen, Speck, Ei, Baked Beans, Pilzen, Tomaten und einem Hash Brown) ergänzt durch Orangen Saft und Joghurt – es gab noch mehr, aber wir konnten nicht noch mehr essen, starteten wir in Richtung Abergavenny. Von hier aus folgen wir dem Lon Las Cymru Radweg quer durch Wales. Alle Schilder sind zweisprachig und die meisten Ortsnamen für uns unaussprechlich. Da die Ketten quietschen, die Räder dringend geputzt werden wollen, die nasse Wäsche eigenartig muffelt, fahren wir heute nur eine kurze Etappe, und erreichen bereits am frühen Nachmittag den Blossom Park, nicht ohne vorher in Usk eingekauft und Kaffee getrunken zu haben. Am Abend haben wir bei 43 km rund 700 Höhenmeter. Wir belohnen uns mit Spaghetti Alli`o Olio.

04. August 2016

Wir wachen kurz vor 7:00 Uhr auf und unser Zelt ist trocken. Velomap sagt, dass es auf 550 m gehen soll. Wir frühstücken, packen unsere Sachen zusammen und sind kurz vor 9:00 Uhr startklar. Nach einigem auf und ab fängt es an kontinuierlich zu steigen. Unterwegs besichtigen wir die LLantheny Prior Ruinen. Wirklich beeindruckend! Der Wald lichtet sich und wir kommen in offenes Weideland mit niedrigem Bewuchs. Wir können weit schauen. Als wir auf dem Plateau ankommen, fängt es pünktlich an zu Regnen. Es sollte der einzige Regen für heute bleiben. Wir fahren weiter, jetzt aber vorwiegend abwärts. Fahrradfahren ist doch schön, bis wir am Wegesrand ein Schild gewahr werden: Cycelist slow down. Und das nächste 20% Gefälle ankündigt. Zuerst tut sich aber Garnichts. Es geht weiter gut fahrbar bergab. Dann nochmal besagtes Schild. Jetzt fängt es an. Wir holen alles aus unseren Bremsen und sind froh als wir diesen Abschnitt bewältigt haben. Wir belohnen uns mit der Einkehr ins River Cafe. Brigitte nutzt die Gelegenheit ihr Handy aufzuladen und ihre Emails abzuholen. Wir fahren frisch gestärkt, jetzt auch mit Sonne bis Builth Wells. Da der Campingplatz Stadtnahe ist, bummeln wir durch den Ort und kaufen ein. Es gibt Schweinswürstchen mit Kartoffelbrei und Erbsen. Einziges Manko, unsere Hosen müssen jetzt schon wieder gewaschen werden.

05. August 2016

Builth Wells bis Llanidloes. Der Tag beginnt gut. Die Sonne scheint und unser Zeltnachbar, der eine uralte BMW (R 80) fährt, deutet gegenüber auf einen mindestens ebnso alten T3 und bemerkt, dass es in Deutschland einfach gute Ingenieure gibt.

Es sollte keine anstrengende Etappe werden. Das Höhenprofil sah moderat aus, die Länge von rund 55 km gut machbar. Was wir noch nicht wussten war, dass der Radweg zum Teil identisch war mit dem Wanderweg entlang des Flusses Wye. Von vorne: Noch schön für ein Picknick in einem Country-Store (Tante Emma Laden) eingekauft, dann durch schöne Landschaft hügelig weiter bis unser eh nicht hohes Tempo weiter gedrosselt wurde, da wir jetzt auf dem nicht asphaltierten Wanderweg unterwegs waren, aber als Wanderweg wirklich gut ausgebaut. Für die Anstrengung wurden wir durch phantastische Landschaft und großartige Einsamkeit entschädigt. Trotzdem, wir erreichten Llanidloes mit einer schönen Markthalle aus dem 16. Jahrhundert. Wir trauten unseren Augen nicht, als wir ein Outdoor Geschäft entdeckten. Unser Kocherbenzin geht nämlich zur Neige. Also nichts wie rein und: Nein kein Reinbenzin vorhanden, aber der Inhaber würde unseren Kocher kennen! Na gut, also erstmal zu Coop und für das Abendessen einkaufen. Spagetti mit Tomatensoße sollte es werden.

Noch 2 km bis zum Campingplatz, wieder einmal Farmcamping. Angekommen, eingecheckt, mit dem Besitzer geplaudert, Platz angeschaut und beschlossen eine weitere Nacht zu bleiben. Ach so, das Benzin: Wir werden morgen der Tankstelle ein Besuch abstatten und ein Liter bleifrei kaufen.

06. August 2016

Pausentag: Auf dem Platz gab es tatsächlich Steckdosen, eine Waschmaschine zur allgemeinen Benutzung und ja wir sind nochmal in den Ort gelaufen. Dort haben wir für das Abendessen eingekauft (800g Tortellini; scharfe Tomatensoße; Salat; Jogurt als Nachtisch), die örtliche Eisdiele besucht und uns zur Tankstelle aufgemacht. Nachdem die Dienst habende Chica zuerst etwas uninspiriert auf Arnos Frage nach einem Trichter auf das nächste Haushaltswarengeschäft verwies, erntete Arno ihre volle Bewunderung, für die Idee bei einer Colaflasche den Boden abzuschneiden, um sie dann als Trichter zu verwenden. - Somit steht dem morgendlichen Kaffee und Tee nichts mehr entgegen. Es riecht jetzt halt beim Kochen etwas nach Kfz-Werkstatt.

07. August 2016

Nach den gemachten Erfahrungen bestand Arno endgülig auf eine Kurzetappe, da es wieder auf über 500 m ü NHN gehen sollte. Diese ließen sich erstaunlich entspannt fahren. Der Radweg Lon las Cymru dem wir seit Chepstow folgen, verläuft durch eine wirklich tolle Landschaft. Wobei uns am besten die „Hochebenen“ gefallen. Wir erreichten früh Machynlleth und beschlossen ausnahmsweise mal ein Cafe aufzusuchen. ;-) Arno wollte ein Panini, Brigitte ein Stück Kuchen. Offensichtlich ist Brigitte´s Englisch doch noch zu verbessern. Wir bekamen nämlich neben dem Kuchen auch zwei Paninis, aber unsere gut trainierten Radlermägen vertragen fast alles. Noch rund 5 km Abstecher zum Farmcamping mit freier Platzwahl. - Nachts durfte unser Hilleberg Zelt seine Standfestigkeit bei leichten Regen und starken Windböen beweisen. Hat es mit Bravour bestanden.

08. August 2016

Die Weiterfahrt von Machynlleth bis Penrthyndeudraeth war landschaftlich – schon fast wie immer – wieder ausgesprochen eindrucksvoll. Mal abgesehen von gelegentlich heftigen Steigungen/Gefällen, fährt es sich auf den fast immer sehr schmalen und oft von hohen Hecken gesäumten, asphaltierten Farmverbindungswegen (verlaufen entsprechend oft im Zickzack) hier wirklich naturnah und entspannt. Ein wenig Sorgen machen mir unsere Ketten, bzw. die Bremsbeläge. Beides wird außerordentlich intensiv beansprucht und verlangt nach Wartung/Pflege/Ersatz.

Der Campingplatz ist groß und wir beziehen eine frisch gemähte Wiese. Da wir nicht einkaufen konnten, nahmen wir gern noch eine Meile Fußweg (pro Richtung) in Kauf, um gut in einem Pub zu essen.

09. August 2016

Ein sonniger Tag liegt vor uns. Entlang dem gut ausgebauten und markierten Radweg, der teilweise parallel zur Hauptstraße verläuft, pedallieren wir nach Caernarfon. Die Steigungen sind tatsächlich moderat und der Ersteindruck vom Ort einfach gigantisch! Plötzlich steht man vor einer riesigen Festung, hat nur noch senkrechtes Mauerwerk vor sich. Als wäre hier die Zeit vor 500 Jahren stehen geblieben. Auf diesen „Schreck“ müssen wir unbedingt erst einmal ein Eis essen, ehe wir uns auf die Suche nach unserem Campingplatz begeben.

Direkt neben der örtlichen Feuerwehr werden wir fündig und haben auf dem etwas feuchten trassierten Platz im Backpacker-Bereich sogar noch fast freie Auswahl. Nun gut, die Anlage war etwas in die Jahre gekommen, dafür aber innerstädtisch. Wir finden in der Nähe einen SPAR und versorgen uns mit ein paar Lebensmitteln.

Wäre da nicht gegen 2:00 Uhr früh der Einsatz der freiwilligen Feuerwehr gewesen …

10. August 2016

Schön an dieser Etappe war, dass sie ungewöhnlich flach (für hiesige Verhältnisse) verlief. Pech, das es kurz vor Holyhead leider begann zu regnen. In einem kleinen Café etwa 10 km vorm Ziel – wir trafen hier u. a. zwei in Gegenrichtung radelnde Amerikanerinnen – beschlossen wir die nächsten zwei Nächte in richtigen Betten zu schlafen und buchten kurzfristig per booking.com ein Zimmer im Boathouse-Hotel, wo wir `ne Stunde später dann auch etwas durchnässt einzogen. Die warme Dusche versöhnte uns aber schnell.

Solche kurzen, zeltfreien, dafür komfortablen „Zwischenstopps“ sind dringend notwendig, um sämtliche Akkus aufzuladen, sowohl die für unser Equipment, wie auch unsere. – Nach `ner ordentlichen Portion Fish & Chhips sanken wir zufrieden in die Federn …

11. August 2016

Pausentag – Die weitere Reiseplanung muss erledigt und die Wäsche gewaschen werden. Unseren ursprünglichen Plan, per Fähre über Dublin zur Isle of Man und von hier weiter, ebenfalls mit einer Fähre, nach Heysham zu schippern, mussten wir leider aufgeben, da die Fähre von Dublin zur Isle of Man nur einmal wöchentlich verkehrt und im Prinzip gerade weg war. Schade, denn so hätten wir elegant den Moloch Liverpool umschippern können.

Also disponieren wir um und radeln morgen nun doch in mehreren Etappen Richtung Liverpool, nehmen dann hier die Fähre zur Isle of Man, bleiben dort ein paar Tage und steuern dann per Schiff Heysham an.

12. August 2016

Noch mal gut im Boatshouse gefrühstückt, dann im Postoffice Getränke gekauft und ab ging die Reise Richtung Bangor. Um nicht genau so zurück zu fahren, wie gekommen, hatte Brigitte die Route etwas variiert - NCN 5. Schließlich erreichten wir wieder die sehr beeindruckende Hängebrücke bei Bangor und routeten etwa 1 km nach der Brücke auf den Zeltplatz. Auch dieser Platz war eher sehr schlicht, aber es gab Duschen und einfache sanitäre Einrichtungen. – Noch mal per Pedes zurück über besagte Brücke und in einem Supermarkt für´s Abendessen eingekauft.

13. August 2016

Erst mal stand `ne dreibeinige Katze in unserem Vorzelt, was das Wachwerden ziemlich beschleunigte. – Zwar war heute nicht Freitag, aber dafür Samstag, der 13.! Uns hat es aber dennoch gereicht. Zweimal Reifen platt und einmal Schaltzug defekt, aber der Reihe nach.

Brigitte hatte eine eher flache Etappe versprochen, wurde aber schon gleich auf den ersten paar Kilometern Lügen gestraft. Na gut, inzwischen machten uns einige wenige heftigste Steigungen nicht mehr ganz so viel aus, aber nerven tut es doch. Endlich erreichten wir den Strand, besser die Strandpromenade. Zwar rollten die Räder jetzt fast von alleine, aber das sommerliche Wetter hatte alles was Beine hat, an den Strand gelockt. Und der glatte Radweg lädt halt auch zum Flanieren ein. Kurz und gut, wir kamen wieder nur langsam voran, weil wir höchst konzentriert Slalom fahren durften.

Anmerkung von Brigitte: Wann immer es bisher autofreie Radwege gab, waren diese sowohl für Fußgänger oder eher Hundebesitzer und Fahrradfahrer zur gemeinsamen Benutzung freigegeben.

Erwähnt sei der am Vormittag gefahrene Radweg entlang der Autobahn. Eine solch ausgefallene und konstruktiv äußerst aufwendige Wegführung hatten wir bisher noch nicht erlebt. Bestimmt ein EU-gefördertes Projekt, aber damit ist wohl jetzt leider Schluss.

Tja und dann eben noch die eingangs erwähnten Pannen. Aber wie so oft, wenn`s kommt, kommt eben oft alles auf einmal. Brigitte ist sich übrigens sicher, dass die Pannen absichtlich von mir herbeigeführt waren, weil ich mich für die eben doch nicht ganz ebene Streckenführung rächen wollte.

14. August 2016

Velomap sagt erst einen Hügel voraus und dann flach weiter. Aber erst mal müssen wir vom Campingplatz bis zur NCR 5 über Feldwege, bergauf schieben. Dann geht es über kleine Landstraßen moderat bergauf, wobei sich der Autoverkehr in Grenzen hält. Für die Abfahrt von rund 250 m auf Meeresniveau haben sich die Routenbauer wieder was Besonderes einfallen lassen: Auf schmalsten Sträßchen, deren Belag im frühen vorigen Jahrhundert zum letzten Mal erneuert wurde, geht es steil bergab. Unsere Bremsen glühen mal wieder! Danach geht es auf frisch asphaltierten Radwegen zur Wirral Peninsula. Wir kommen aus dem Grüßen gar nicht mehr raus, so viel Rad- bzw. Rennradfahrer begegnen uns. Durch beste britische Countryside nähern wir uns unserem Campingplatz, nicht ohne vorher für unser Abendessen – Tortellini! – eingekauft zu haben.

Wir befinden uns etwa 6 km von Liverpool entfernt, welches von hier aus auch per Bus oder Auto durch den Tunnel zu erreichen wäre oder aber per Fähre über den River Mersey.

15. August 2016

Wir rollen noch etwa 20 km an der wunderschönen Strandpromenade entlang der Mündung des River Mersey in Richtung Seacombe (Peninsula Wirrel). Es ist wirklich beindruckend schön hier, man merkt noch überhaupt nichts von dem wenige Kilometer Luftlinie entfernten Moloch Liverpool. Herrliche Strände, herrliche Promenade. – Mit einer Fähre setzen wir dann über nach Liverpool. Schon von weitem sehen wir die durchaus beeindrucke Skyline und beim näher kommen dann auch imposante Bauwerke.

Sofort hat uns der lange vergessene Trubel einer Großstadt wieder. Bei blauem Himmel und strahlender Sonne brodelt die Stadt förmlich. Erst mal erledigen wir unsere Fährbuchungen zur Überfahrt zur Isle of Man (einchecken ab 16:30 Uhr), dann schieben wir durch diverse Fußgängerpassagen und finden sogar einen Outdoor-shop, der unser gereinigtes Benzin verkaufen kann. Einige Eis und Espresso später begeben wir uns auf die Fähre und treffen schon in der Warteschlange auf Richard und Lebensgefährtin. Richard (78) ist Ex-Motorradrennfahrer und ist per Wohnmobil und seiner Partnerin (81), beide aus Herne, ebenfalls auf dem Weg zur Insel. In einem Trailer an seinem Auto befindet sich ein BMW-Gespann. Er möchte mit Freundin noch mal über die Insel cruisen und in Erinnerungen schwelgen. An Bord treffen wir das Paar wieder und Richards abenteuerliche Geschichten aus seiner aktiven Rennkarriere verkürzen erheblich unsere Fahrzeit.

Es ist 22:00 Uhr, als wir in Douglas eintreffen. Wir hatten zuvor ein Hotel gebucht, das wir zielstrebig ansteuern, unser Zimmer beziehen, sämtliche Steckdosen mit Akkus belegen und endlich in unsere Kissen sinken.

16. August 2016

Englisch gefrühstückt und ab auf die Räder. Sofort geht es wieder steil bergauf, als wir gen Süden den Ort verlassen. Oben angekommen werden wir mit einem sagenhaften Panorama belohnt. Vor uns der Irische See, `ne autofreie Küstenstraße und hilfsbereite, aufmerksame Menschen, die uns wertvolle Tipps geben. – Was wollen wir mehr?

Am Hafenbecken von Port Erin gönnen wir uns eine ausgiebige Pause, lassen uns von der vorherrschenden Behäbigkeit gern anstecken und können uns nur schwer motivieren, wieder auf die Räder zu steigen (außerdem geht es gleich wieder steil bergauf). – Noch einige landschaftlich abwechslungsreiche Kilometer und wir erreichen unseren Campingplatz in Peel. Der Supermarkt ist nur 400 m entfernt, die Versorgung also gesichert. Schnell kommen wir mit unseren (einheimischen) Zeltnachbarn ins Gespräch und genießen völlig entspannt unseren Feierabend.

17. August 2016

Wie (fast) immer stehen wir um 6:45 Uhr auf und beginnen routiniert unser Tagwerk. Meist sitzen wir dann so gegen 9:00 Uhr auf den Rädern. Entlang der Küste geht es weiter nach Norden, ehe uns ein Leuchtturm unmissverständlich klar macht, hier ist Schluss mit Festland ;-) Also richten wir unsere Räder gen Süden aus und steuern nach knapp 50 gefahrenen Kilometern ein Café an. Endlich mal wieder Ham and Eggs! – Es ist nicht mehr weit bis zu unserem (Farm)Campingplatz in der Nähe von Ramsey. Der Farmer setzt jetzt wohl mehr auf Tourismus bzw. Kinderbelustigung. Die Ställe sind zu Aufenthaltshallen umfunktioniert auf der Wiese stehen Hüpfburgen, etc.. Gegen 19:00 Uhr ist Schluss mit Trubel, es kehrt Ruhe ein auf dem riesigen Gelände.

Das legendäre Tourist Trophy (TT)-Motorrad-Rennen steht vor der Tür. Kommenden Samstag beginnt das offizielle Training. Teilweise haben wir die Rennstrecke befahren und haben größten Respekt vor den Fahrern, die sich diesen Kurs antun wollen. Zwar wird der Rundkurs für den offiziellen Verkehr gesperrt, aber die Absicherung der sehr kurvenreichen Strecken ist mehr als rudimentär. Seit 1907 sind hier bisher 262 Rennfahrer gestorben! Eine mehr als fragwürdige Attraktion dieser Insel! – Schon jetzt hört man allenthalben hochtourige Rennmaschinen über die Straße rasen, mögen sie alle wieder gesund die Insel verlassen!

Apropos Insel, es gibt hier sogar eine eigene Währung. Sie ist als autonomer Kronbesitz direkt der britischen Krone unterstellt, jedoch weder Teil des Vereinigten Königreichs noch Britisches Überseegebiet. Auf jeden Fall ein durchaus beeindruckendes Fleckchen Erde.

Da es bis Douglas nicht mehr wirklich sehr weit ist und wir erst am Samstag eine Fährpassage nach Heysham (UK) gebucht haben, beschließen wir die Gastfreundlichkeit dieser Farm noch einen weiteren Tag zu nutzen.

18. August 2016

Das Wetter ist immer noch gut. Wir schlafen etwas länger. Während sich Brigitte um saubere Wäsche kümmert, „arbeite“ ich etwas am Reisetagebuch. Am Nachmittag haben wir uns noch etwas Kultur angetan und Ramsey erkundet. - Das Wetter schlägt um ...

19. August 2016

Und tatsächlich, je später es wird, um so bewölkter vor allem aber stürmischer wird es. In der Nacht dann heftige Sturmböen und am Morgen beginnt es zu regnen. Zum Glück (oder weise vorausblickend?) hatten wir unser Zelt ziemlich windgeschützt aufgestellt, so dass wir den Sturm eher nur als Hörspiel erlebten.

Am Morgen beginnt es dann endgültig wie aus Eimern zu schütten. Wir wählen daher eine relativ kurze Strecke zurück nach Douglas um den Preis, dass wir uns auf eine Höhe von gut 400 m hoch schaffen müssen. Wäre alles halb so wild, wäre da nicht der Dauer-Wolkenbruch und die Tatsache, dass wir bei teilweise dichtestem Nebel Teile der relativ stark frequentierten TT-Motorrad-Rennstrecke befahren mussten. Kein schönes Gefühl und unsere Bremsbeläge geben allmählich auch ihren Geist auf.

Wir erreichen pitschnass Douglas, verkriechen uns in eine Bushaltestelle, versuchen uns abzutrocknen und triefen dann frierend in ein Café (zum einchecken ins Hotel ist es noch zu früh!). - Eine gute Stunde später dann doch Hotel und große Trocken-, Aufwärm- und Säuberungsaktion!

Gegen 18:00 Uhr sieht die Welt schon wieder viel versöhnlicher aus. Wir sind wieder gesellschaftsfähig, der Regen hat auch `ne kurze Pause eingelegt, Zeit also Bummeln und Essen zu gehen (Pizza). Morgen früh werden wir dann per Fähre wieder ins UK wechseln.

20. August 2016

Wir sind wieder zurück in England, sind heute Morgen mit einer relativ kleinen Fähre in etwa dreieinhalb Stunden bei heftigem Wellengang bis Heysham gefahren und haben bei strömendem Regen das Festland betreten. Ja wir sind wieder mitten drin in so einem (englandtypischen?) Schlechtwetterzyklus. Die Einheimischen nehmen`s übrigens gelassen.

Wir steigen trotzdem auf die Räder und radeln noch etwa 15 km am befestigten Ufer entlang (Promenade) über Morcambe und Hest Bank zum Sandside Caravan & Camping Park. Sogar einen Café gönnen wir uns zwischendurch, denn Brigitte musste erst mal die stürmische See „verdauen“. – Wir könnten eigentlich auch gleich mitten im Wasser fahren, denn es schüttet ununterbrochen, wie aus Eimern. – Rasch bauen wir das immer noch nasse Zelt auf und versuchen irgendwie was trocken zu kriegen. Der Wind zerrt in starken Böen immer wieder heftig am Zelt, der Regen prasselt ununterbrochen …

21. August 2016

Es ist irgendwie deprimierend, wenn man wach wird und es immer noch regnet. Egal wir beschließen unsere Reise fort zu setzen. Als das Zelt abgebaut ist hört der Regen auf und fängt erst wieder an, als das Zelt Stunden später bei Hawkshead wieder steht. - Unterwegs haben wir dann noch die Bremsbeläge von Brigittes Fahrrad erneuert, bzw. erneuern müssen, denn sie bremste vorne schon auf Metall. Die schweren Räder und die starken Gefälle beanspruchen das Material außerordentlich.

Die Wetterprognose ist immer noch miserabel ...

22. August 2016

Es hat so intensiv geregnet, dass wir den total aufgeweichten Platz erst gegen Mittag verlassen haben, weil da der Regen `ne kurze Pause einlegt. Der starke Regen konnte teilweise vom Boden nicht mehr aufgenommen werden, es bildeten sich immer wieder kleine (manchmal auch größere) Bäche am Straßenrand oder über die Straße. Da wir zum Teil auf etwas belebteren Straßen fahren mussten, blieben ein paar unverhoffte Duschen für uns nicht aus. - Nasse Straßen und abgefahrene Bremsbeläge, das geht gar nicht, also wechselten wir - obwohl wir spät dran waren - auch noch sämtliche Bremsbeläge an Arno`s Rad.

Wir fuhren noch etwa 50 km bis Ravenglass.

23. August 2016

 

24. August 2016

Die Hälfte des etwa 280 km langen Hadrian`s Wall, Cycle Way haben wir absolviert, sind momentan in Brampton und planen in zwei Tagen am Ziel, nämlich in Newcastle zu sein. Die heutige 92 km lange Etappe war ein Highlight. Blauer Himmel, Sonne, meist Rückenwind und und nur etwa 300 Höhenmeter.

Geplant war eigentlich, schon früher das Zelt aufzubauen, aber der Ersteindruck des in Frage kommenden Zeltplatzes war eher negativ, auch hatten wir noch keine Lebensmittel eingekauft, so dass wir eher die Flucht nach vorne angetreten haben.

25. August 2016

Es ist feucht und bedeckt, als wir aufstehen. Routinemäßig machen wir uns fertig und setzten unsere Reise fort. – Bedingt durch die relativ lange Vortags-Etappe, aber auch schon das Ziel Newscastle vor Augen – kommen wir etwas ins Trödeln, lassen es gemächlich angehen. Hier im eher bergigen Abschnitt des Hadrians-Walls gibt es noch relativ viel Relikte und Fragmente des ehemaligen Walls. Ein 117,5 km langes Bauwerk, entstanden 122 - 128 n. Chr., das das ehem. Römische Reich nach Norden begrenzte und hauptsächlich der Überwachung des Grenzverkehrs diente und die Erhebung von Zöllen ermöglichte. Nach etwa 32 (!) gefahren Kilometern (mit allerdings mehr als 600 Hm) ist für heute Schluss mit unserem Ehrgeiz. Wir kaufen ein und quälen uns noch zu einem auf etwa 270 m Höhe liegendem Campingplatz empor – es beginnt schon wieder zu regnen – bauen auf aufgeweichtem Grund unser Zelt auf und genießen anschließend die Annehmlichkeiten des Platzes (kleines Café, Steckdosen, Aufenthaltsraum, saubere Sanitäreinrichtungen, Waschmaschinen und Trockner, tolle Landschaft). – Nebel zieht auf, Nieselregen setzt ein, wir gehen Schlafen.

26. August 2016

Noch knapp 70 km bis zu unserem Hotel in Newscastle, das wir am Samstag beziehen wollen. Was also spricht dagegen, noch einen Tag auf diesem Platz zu verweilen und den Wind und die Sonne zu genießen. – Obwohl unser Bewegungsdrang heute mehr als eingeschränkt ist und wir uns kaum vom Zelt entfernen, ist es ganz schnell Abend und der Platz füllt sich zusehends (Banking day am Montag). Wir beginnen unsere eisernen Reserven zu verzehren, reduzieren nachhaltig unsere Vorräte.

27. August 2016

Wir sind nach weiteren etwa 66 km in Newcastle upon Tyne angekommen. Das Wetter meinte es heute gut mit uns und auch nur die erste Hälfte der heutigen Strecke war wirklich bergig. Es war dank einer recht guten Radwegführung überhaupt kein Problem in diese wuselnde Stadt rein, bzw. zu unserem Hotlel (Ramada ancore) zu fahren. Besonders markant sind die vielen meist sehr hohen Brücken über den Tyne. Am auffälligsten die High Level Bridge aus dem 19. Jahrhundert und natürlich die Gateshead Millennium Bridge.

Wir haben eingecheckt und uns mit knurrenden Mägen auf den Weg ins Zentrum gemacht. Es ist Samstagabend und das attraktive Nachtleben von Newcastle lockt Jung und Alt in die Stadt, die meisten von ihnen aufgebrezelt und in bester Partylaune. - Wir ziehen einen Chinesen vor, essen lecker, machen noch einen kleine Stadtbummel und ziehen uns zurück. - Nach mehr als fünf Wochen Natur und Campingplätzen müssen wir uns erst langsam wieder an den Trubel gewöhnen.

28. August 2016

Zugegeben, auch im Bett schläft es sich ganz gut ;-) Wir verzichten auf das Hotelfrühstück, kochen uns nur im Zimmer einen Kaffee und beschließen, in der City zu frühstücken. Leider hat gegen Morgen schon wieder der (landesübliche?) Nieselregen eingesetzt, was uns aber nicht davon abhält los zu gehen. Um 10:00 Uhr, spätestens 11:00 Uhr öffnen die Shopping-Malls und es wird wieder lebhafter in der Stadt. Allerdings ist von Partymeile zu dieser Zeit noch nichts zu spüren. - Wir bummeln durch mehrere Geschäfte und landen schließlich in einer(m) italienischen Bar, Restaurant, Cafè. Das englische Frühstück ist super!

Am Abend begeben wir uns dann noch mal auf die Piste. Da am Montag in England Banking Day, also frei ist, unterscheidet sich das ausgelassene Treiben rund um die Bars, Pubs und Restaurants ähnlich wie am Vortag. Es ist kaum zu glauben, was hier an nackter Haut - trotz der eher niedrigen Temperaturen (so 12 - 15 °C) zu Markte getragen wird ;-) Wir landen wieder in einem italienischen Lokal und speisen wirklich gut. - Newcastle ist wirklich eine beeindruckende Stadt und es lohnt bestimmt, wieder zu kommen!

29. August 2016

Eigentlich dürfte man bis 12:00 Uhr im Hotel bleiben, erst dann muss man auschecken (!). Ganz so lange haben wir es dann aber doch nicht ausgehalten ;-). Gegen 10:00 Uhr sind wir auf den Rädern, radeln gemütlich (auf gutem Radweg) gen Osten, oder besser gen Fährhafen. Wir sind bald da, viel zu früh um auf die Fähre zu kommen, also trocknen wir noch unser nasses Zelt, beginnen mit den ersten Säuberungsarbeiten.

Ab 15:30 Uhr durften wir dann auf die Fähre, Radfahrer werden bevorzugt (kommt mir irgendwie aus Norwegen bekannt vor). Räder vertäut und ab in die Kabine (mit Fenster), duschen und erst mal das Schiff erkunden ...

So richtig Lust auf das große Abenddinner haben wir beide nicht, was nicht ausschließlich an den doch relativ hohen Preisen liegt, sondern eher an einer gewissen entspannte Abgeschlafftheit. Folglich naschen wir uns über den Abend und verkrümeln uns in die Koje. Die Überfahrt ist ruhig, wir schlafen gut,

30. August 2016

Das mit gebuchte Frühstücksbuffet ist ausreichend, aber nicht üppig, das Personal eher routiniert und wenig ambitioniert. Nun gut, wir werden satt und verlassen um 10:30 Uhr die Fähre. - Noch knapp 30 Kilometer bis zum Hauptbahnhof Amsterdam. Der Radweg ist ausgesprochen komfortabel, die Höhendifferenz minimal und ... die Sonne lacht! Nach eineinhalbstündiger Fahrt hat uns die Großstadt wieder. Schnell finden wir den Bahnhof und haben noch Zeit genug für einen spontanen Stadtbummel (wir landen prompt im Rotlicht-Milieu) und sind uns nicht ganz sicher, ob es hier in den zahlreichen Coffeeshops wirklich nur den von uns so begehrten guten Kaffee gibt ;-) Folglich landen wir doch wieder am Bahnhof und trinken unseren Kaffee bei einer sehr bekannten Kette.

Der Zug nach Berlin geht durch und wird in Amsterdam eingesetzt. Eine gute Verbindung also. - Am Hauptbahnhof in Berlin gegen 22:00 Uhr angekommen, werden wir unerwartete damit konfrontiert, dass die S Bahn zur Friedrichstraße nicht fährt. Ok., sind wir halt noch ein Stück durch`s nächtliche Berlin geradelt (bis S-Bhf. Friedrichstr.).

Wir sind wieder zuhause :)

 

Statistik

Start am: 20. Juli 2016

Wieder zuhause am: 30. August 2016

Gefahrene Kilometer: rd. 1.950

Höhenmeter: rd. 24.000

Zeltnächte: 31

Hotelnächte: 8

Übernachtungen im Zug: 1

Übernachtungen Fähre: 1

Pausentage: 6

Reisetage mit Zug/ Fähre: 6

reine Radfahrtage: 29

Negativ: Zwei Reifenpannen, ein gerissener Schaltzug, eine irreparabel zerstörte Termarest-Matte (Mülltonne), eine zerbrochene (harte) Kontaktlinse, vier Paar abgefahrene Bremsbeläge

Übrigens, die Gepäckträgerbefestigung hat gehalten! - Danke Nico

 

Anmerkung

Endgültig resümieren werden wir erst in den nächsten Tagen. Fest steht aber schon jetzt, dass wir das Streckenprofil völlig unterschätzt haben! Gerade in Cornwall, aber auch in Wales gab es unendlich viele (wenn auch kurze) Anstiege und Abfahrten und fast immer außerordentlich steil (bis zu 20 %). Es gab anfangs nur seltenTage mit weniger als 1.000 Hm und das bei Etappen von 50 - 75 km. Etwas gewöhnungsbedürftig dann auch das Wetter. Obwohl wir vorgewarnt waren, überraschte uns das öfter feuchte Klima bei Temperaturen so zwischen 15°C - 20°C und bedecktem Himmel doch etwas. Hohe Luftfeuchtigkeit und leichter Nieselregen (nur selten eher wolkenbruchartige Niederschläge) waren zwar für`s Radfahren gar nicht so unangenehm, machte aber das Zelten nicht unbedingt komfortabler ;-)

Apropos Feuchtigkeit, warme Duschen gab es auf allen von uns ausgewählten Campingplätzen. Bemerkenswert aber die Tatsache, dass man in 9 von 10 Fällen auf eine Mischbatterie verzichtet und die Wärme des Wassers fix vorgibt. - Dein Problem, ob es Dir zu heiß oder zu kalt ist ...

Schnell wurde uns klar, dass unser Plan das United Kingdom komplett (also bis zur nördlichsten Spitze Schottlands) zu durchqueren, nicht klappen würde und wir lieber noch mal wieder kommen, um auch das noch fehlende Stück (Schottland) zu fahren. Denn auch das kann jetzt schon positiv angemerkt werden, bei sorgfältiger Routenwahl gibt es kaum Probleme mit dem Autoverkehr. Landschaftlich reizvolle, schmale Asphaltsträßchen - hauptsächlich von der Landwirtschaft genutzt - lassen durchaus ein gemütliches, entspanntes Radeln zu (wären da halt nicht die teils heftigen Steigungen und Gefälle).

Positiv auch die problemlose Heimreise von Newcastle mit der Fähre bis Amsterdam und von hier aus mit durchgehender Zugverbindung nach Berlin. - Doch wie gesagt, demnächst mehr ...

 

or Map

 

 

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Hilfreiche Links

ADFC: Kurzinfos für England, Wales und Schottland

Auswärtiges Amt: Großbritannien / Vereinigtes Königreich, Reise- und Sicherheitshinweise