Berichte

 

 

 

 

 

Wandern, Bergsteigen, Klettern Rennrad fahren ...

Corona-Jahr 2020, alles etwas anders als sonst! - Bisher wollen wir eigentlich nicht klagen. Trotz völlig neuer Bedingungen in der Welt - die Corona Pandemie kennt keine Grenzen - wir akzeptieren die notwendigen Einschränkungen und halten uns an die Regeln, versuchen aber dennoch im Rahmen des zulässigen, uns unsere Mobilität und Reiselust zu bewahren. Klar, die großen Fernziele scheiden erst einmal aus, aber zum guten Reisen reicht manches mal durchaus auch unser Heimatland oder angrenzende Länder. Gönnten wir uns doch erst kürzlich eine 10-tägige Fahrrad-Trekking Tour entlang der Mulde und zu Jahresbeginn, also noch vor dem Shutdown, Rennrad Urlaub auf Mallorca

Nach längerem Überlegen haben wir uns schließlich entschlossen, die Sommerferien (ja, Brigitte muss immer noch arbeiten) mal wieder in Österreich, konkret im Ötztal und hier auf dem Campingplatz Sölden zu verbringen. Hier wissen wir, was uns erwartet, bzw. was ggf. möglich ist, da wir schon in den Jahren 2015 und 2009 dort unsere Urlaube verbrachten.

Wieder ist die Anreise etwas kompliziert, da wir einerseits auf einen gewissen Komfort (Tisch und Stühle, etc.) aber auch auf Trekking- und Kletterausrüstung sowie die Rennräder nicht verzichten mögen. Folglich wählten wir wieder (trotz schlechter Erfahrungen) die "Hermes-Variante", indem wir zwei große Reisetaschen voraus schickten und nun hoffen, diese vor Ort auch vorzufinden. Auch die passenden Bahnverbindungen im ICE (Fahrradmitnahme) zu finden war nicht so ganz einfach, da man(n) bei Auslandsreisen die Fahrrad-Reservierungen nicht online vornehmen kann (evtl. eine bewusste Schikane, um im ICE die Fahrradmitnahme zu erschweren?). - Ein kompetenter Mitarbeiter im Servicebereich des Bahnhofes Südkreuz hat uns aber bestens beraten und schlussendlich unsere geplante Reise ermöglicht.

Heute Nacht geht es also los ...

Rennrad- und Wandertouren rund um Sölden (Österreich)

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Quelle: Strava.com

 

 

REISETAGEBUCH

02. August 2020

Unser Zug nach München fährt 04:28 Uhr vom Hauptbahnhof ab. Da der ÖPNV auch in Berlin nachts stark ausgedünnt ist, finden wir von "unserem" S-Bhf. (Sundgauer Straße) aus keine akzeptable S-Bahn Verbindung zum Hauptbahnhof. Es gibt nur Verbindungen mit Bus und Bahn, was aber für uns ausscheidet, da wir die Rennräder dabei haben. Folglich beschließen wir, mit den Rädern bis zum S-Bhf. Grunewald zu radeln und von hier aus mit der ersten durchgehenden S-Bahn Richtung Hbf. zu fahren. 

    ICE Fahrradabteil

Und schon beginnen die Abenteuer! - Als wir gegen 02:30 Uhr die Clayallee gen Norden befuhren kreuzte plötzlich eine vielköpfige Wildschweinrotte von links nach rechts. Weiter zum S Bhf. Wannsee - wir waren um einiges zu früh dort - trafen wir erst mal auf dort nächtigende Stadtstreicher. Dann endlich die erste S Bahn gen Hbf. Der ICE fuhr pünktlich ein, doch oh Schreck, es fehlte das Fahrradabteil im Wagen 1. Eine nette Schaffnerin klärte uns auf, das wir die Räder einfach in ein Abteil stellen sollten. Später folgte die Erklärung. Der ICE neuester Generation, der uns eigentlich nach München bringen sollte, stand in der Werkstatt und ersatzweise hatte man einen uralten ICE der 1. Generation geschickt. - Es dauerte nicht lange, dann forderte dar Zug-Oldtimer seinen Preis. Unterbrechung der Fahrt wegen technischer Probleme. Wir verloren 45 Minuten und verpassten unseren Anschluss nach Innsbruck!

Zum Glück arbeitete der DB Service im Münchener Bahnhof schnell und gut. Man buchte uns um und wir erreichten schließlich, wenn jetzt auch 2 Std. verspätet, den Bahnhof Ötztal. Von hier aus weiter per Bus. Noch während der Busfahrt nach Sölden begann es zu regnen und hörte einfach nicht mehr auf. Nun gut, es war nicht das erste mal, dass wir bei strömendem Regen aufbauen mussten. - Rasch noch einkaufen gegangen und dann in den Grauen Bären zum Abendessen. Da wir die letzte Nacht nicht geschlafen hatten, musste ich allerdings die ganze Zeit aufpassen, dass Brigitte nicht noch währen des Essens am Tisch einschlief.

04. August 2020

Es regnet die ganze Nacht und eigentlich auch den ganzen weiteren Tag. Die Sonne will sich einfach nicht blicken lassen und es ist kalt! - Wir richten uns fertig ein, machen noch einige Besorgungen und vertrödeln den Tag.

05. August 2020

Rundwanderung der Blicke und Blumen. – Die Sonne lockt, endlich wieder schönes Wetter. Die höheren Gipfel rings herum sind seit gestern schneebedeckt, wenn auch nur für kurze Zeit. Dennoch ein herrliches Panorama. – Wir starten direkt in Sölden und folgen zunächst dem Waalweg, einem Weg, der entlang einem früheren Bewässerungssystem führt und beeindruckende Einblicke früherer Bewässerungskunst bietet. Man(n) mag sich gar nicht vorstellen, wieviel Arbeit die Errichtung (und die spätere Instandhaltung eines solchen Systems gemacht haben muss.

    Wasserwirtschaft, Waalweg bei Sölden

Zwischenetappenziel ist die Brunnenbergalm, eine lohnende Einkehr! – Weiter dann auf wenig begangenem Pfad nach Zwieselstein und von hier aus per Bus nach Hause (14,5 km, gut 800 Hm).

06. August 2020

Wir beschließen heute Klettern zu gehen. Den Klettergarten oberhalb der Moosalm kennen wir schon von früheren Besuchen her. Trotzdem zieht sich der Anstieg hin. Am Ziel angekommen, suchen wir uns einfache Routen, um überhaupt erst mal wieder mit dem „Draußen klettern“ vertraut zu werden. Brigitte steigt tapfer alle Routen vor, während ich nachsteige und jeweils am Umlenker fädeln muss. Nach vier, fünf kurzen Routen im Dreierbereich reicht`s uns erst einmal für heute. Wir machen Platz für jetzt immer mehr kommende weitere „Besucher“.

07. August. 2020

Wandertag. – Wir stehen etwas früher auf, um den Bus kurz nach 09:00 Uhr nach Vent zu kriegen. Dort angekommen, geht`s sofort per Sessellift hoch zur Mittelstation (Stablein) und von hier aus weiter per Pedes Richtung Wildes Mannle. Die ersten etwa 200 Hm laufen wir auf einer Piste, also gut ausgebauter, dennoch aber steil ansteigender Strecke. Bis hierher hätte man auch mit dem neuen Lift fahren können, aber wir wollten ja trainieren 😉

    Breslauer Hütte

Jetzt wurde der Weg zum Pfad und zunehmend schwieriger. Schlussendlich kletterten wir über Geröll und Schrofen zum bestens besuchten Gipfel. Brigitte hatte eine Rundwanderung via der Breslauer Hütte geplant, also setzten wir unseren Weg zunächst auf dem Grat, dann steil absteigend im Fels fort. Vor uns eine Dame, die nur sehr schwer mit der Situation klar kam und der jeder Schritt abwärts explizit angesagt werden musste. Zum Glück verlor sie nicht die Nerven! – Etwas tiefer konnten wir sie endlich passieren und uns an den Zustieg zur Breslauer Hütte machen. Kurze Einkehr und dann wieder zurück zur Mittelstation (ca. 750 Hm).

08. August 2020

Wieder herrlicher Sonnenschein und wohl in tieferen Gefielen auch `ne Hitzewelle. – Wir holen die Rennräder aus dem Fahrradkeller und rüsten uns für die erste Vent-Tour. Die Strecke ist bekannt, aber es gibt schon wieder mehr Tunnels als bei unserer letzten Tour im Jahr 2015. Gut , dass ich neues Batterielicht gekauft habe, denn das brauchen wir jetzt umso mehr.

    Gaislachkogel 3.059m, total verbaut :(

Die knapp 700 Hm (hin und zurück) machen uns ganz schön zu schaffen, auch wegen der Hitze. Kurze Einkehr in Vent und dann Downhill zum Zeltplatz. Zum Glück haben wir ein schattiges Zeltplätzchen, denn jetzt ist es hier ganz schön heiß! – Brigitte kümmert sich um unsere Wäsche, dann gehen wir einkaufen.

09. August 2020

Die Schönwetterphase hält an. Es ist eher zu heiß. Unsere Strategie lautet daher, möglichst hoch hinaus, da ist es ja bekanntlich kälter. Wir investieren pro Person 105 Euro und kaufen uns je eine Ötztal-Card (gültig für 10 Tage). Damit können wir eine Vielzahl Busse, Bahnen und Lifte nutzen u. v. m. Also geht`s heute auf den den Gaislachkogel (3.059m). Bis zur Mittelstation mit der Gaislachkogelbahn, dann weiter steil bergauf per Pedes. Der Pfad ist durchaus anspruchsvoll und verlangt mir mehr ab, als erwartet. Obwohl wir nun schon einige Tage aktiv waren, gehen uns diese etwa 900 Hm ganz schön in die Beine. Hinzu kommt, dass es hier oben doch nicht ganz so kalt war, wie erhofft.

    Mainzer Höhenweg

Nach gehabtem Gipfelglück geht`s rasch runter per Seilbahn, ab in die Gluthitze. Am Abend belohnen wir uns mit dem Grauen Bären. Wir essen wirklich gut, aber die Portionen sind einfach viel zu groß. Unser Problem, wir können einfach nichts stehen lassen …!

10. August 2020

Und wieder soll der Tag sonnig und heiß werden! Also stehen wir etwas früher als üblich auf und fahren nach dem Frühstück per Bus an den Fuß des Rettenbachferners. Unser heutiges Ziel ist die Braunschweiger Hütte, und zwar auf dem Hinweg über das Pitztaler Jöchl und zurück via Rettenbachjoch. Um nicht die allgemeine Rennstrecke zum Pitztaler Jöchl einzuschlagen, versuchen wir einen älteren Weg, der eigentlich vom Zustieg zum Mainzer Höhenweg abgehen soll. – Nach mühsamer Kraxelei sind wir endlich am Einstieg des Mainzer Höhenweges, aber keine Spur von Abzweig zum Pitztaler Jöchl. Also zurück auf Null und jetzt doch die Rennstrecke, die aber durchaus auch ihre Tücken hat. Beispielsweise muss man mehrfach Schneefelder traversieren. Geschafft!

    Braunschweiger Hütte

Dann Abstieg zur Braunschweiger Hütte und Einkehr (und etwas in Erinnerungen schwelgen). – Nach kurzer Pause machen wir uns in der Mittagshitze an den Aufstieg zum Rettenbachjöchl. Wir müssen ziemlich viel Geröll passieren ehe wir endlich zum eigentlichen Anstieg gelangen. Oben wartet die Seilbahn auf uns. Dank des kleinen Umwegs haben wir uns wieder so um die 800 Hm angetan.

Am Abend fängt es heftig an zu regnen. Auch gibt es ab und an mal Donnergrollen.

11. August 2020

Der Regen lässt im Laufe der Nacht nach. Wir können sogar wieder draußen frühstücken. – Die Sonne bricht durch und gleich wird es wieder warm (um nicht zu sagen zu warm). Wir wollen heute einen neuen Klettergarten testen und fahren daher mit dem Linienbus bis Obergurgel. Von hier aus dann noch `ne knappe halbe Stunde zu Fuß weiter und wir sind am Klettergarten und wir sind hier die einzigen!  Wie üblich suchen wir uns erst einmal die Routen im Dreier Bereich und Brigitte wagt sich zum Schluss noch erfolgreich in eine 4, steigt diese vor. Die ganze Zeit sind wir unmittelbar der Sonne ausgesetzt (Südwand) und blicken sehnsüchtig auf die Schneegipfel und Gletscher, die von hier aus das Panorama bilden.

    Panorama von der Naturplatform Schwarze Schneid, 3.340m

12. August 2020

Die Wetterprognose ist nicht mehr ganz so eindeutig auf nur Sonnenschein und hohe Temperaturen fixiert, nein auch erste Schauer und Gewitter können möglich sein. – Wir sehen das eher gelassen, haben wir heute doch sowieso nichts Größeres vor. Aber nur vorm Zelt rumsitzen wird auf Dauer auch langweilig und außerdem haben wir ja das teure Zehn Tage Ticket. Kurzentschlossen machen wir uns daher auf den Weg, zunächst mit dem Bus zur Talstation (2.673m) des Rettenbach Ferners zu fahren und von hier aus per Schwarze Schneid Bahn bis zur Bergstation (3.260m). Hier beginnt dann endlich unsere etwa 15minütige Wanderung, nämlich hoch zur „Naturplattform Schwarze Schneid“ (3.340m). Der Weg lohnt! Ein wirklich beeindruckendes Bergpanorama ringsherum und die Gipfel fast alle auf Augenhöhe.

Wieder in Sölden angelangt, gönnen wir uns noch ein Eis und prompt beginnt es zu regnen. Na gut, gehen wir halt Schuhe kaufen …

13. August 2020

    Stuibenfall (Fallhöhe 159m)

Der Regen war in der Nacht teils heftig, ließ aber zum Morgenhin nach. – Um die neun Schuhe einzulaufen und ggf. auch bei Wetterverschlechterung schnell reagieren zu können, wählen wir eine eher moderate, dafür aber absolut lohnende Wanderung zum größten Wasserfall Tirols, nämlich dem Stuibenfall (Fallhöhe 159m) bei Umhausen aus. – Anfahrt bis Umhausen per Bus und dann auf guten Wegen bis zum Fuß dieses beeindruckenden Naturschauspiels. Gleich daneben – und mindesten ebenso beeindruckend – moderne Ingenieurkunst, eine Stahltreppen-Steiganlage (teilweise an Drahtseilen hängend) vom Fuß des Wasserfalls bis hinzu dessen Oberkante. Mehr als 700 (!) Stufen wollen erklommen sein, ehe man wieder Waldboden unter den Füßen hat. Sportlich ambitionierte könne als Aufstieg auch eine parallel verlaufenden Klettersteig wählen.

Von Umhausen bis hier oben waren es etwa 500 Hm, wir laufen – allerdings auf anderem Weg, den Berg wieder runter und belohnen uns mit einem sagenhaften Eis in der Ötztalerei.

14. August 2020

Nicht mehr ganz so gutes Wetter. – Wir satteln mal wieder die Rennräder und fahren abwärts den Ötztal Radweg, der von Sölden nach Haiming führt und gut 50 km lang ist. Nun ist das nicht gerade eine optimale Rennradpiste – gibt es doch immer wieder geschotterte Abschnitte – aber dafür geht`s meist bergab. Aufpassen muss man allerdings, gerade dort wo es keinen Asphalt gibt, schon, denn da kann man auch mal rasch ins Rutschen kommen. Im Gegenverkehr meist E-Bike Fahrer, für die diese Strecke optimal ist. „Zufällig“ kommen wir auch wieder durch Umhausen und ganz zufällig landen wir natürlich auch wieder in der Ötztalerei. 😉

    Von Vent nach Sölden

Wir rollen weiter bis Haiming und von hier aus auf gleichem Weg wieder zurück bis zum Bahnhof Ötztal. Hier laden wir die Räder auf den Fahrradhänger des Linienbusses und sind heilfroh, dass der plötzlich einsetzende Regen uns im Bus nichts mehr antun kann.

15. August 2020

Heute ist der Hausberg dran, denn die Wetterprognose ist positiv. – Da wir bereits kurz nach 08:00 Uhr am Hüttentaxi zur Windach Alm sein mussten, fiel das Frühstück im Zelt erst einmal aus. Dann reichte die Zeit aber doch noch, um in der Bäckerei wenigstens noch ein Kaffee und einen Marillenpfannkuchen zu essen. Dann geht`s wirklich steil aufwärts mit dem Hüttentaxi bis zur Alm.

Wir machen uns fertig und beginnen mit dem Aufstieg. Zunächst über steile Wiesenhänge bis oberhalb der Baumgrenze und von hier aus weiter auf gut ausgebautem Pfad (teilweise ausgesetzt) bis zum Gipfelkreuz in 2.902 m Höhe (ca. 900 Hm).  Welch ein Panorama!

Auf gleichem Weg zurück bis zum Abzweig Kleble Alm. Kurze Einkehr und dann abwärts nach Sölden wieder mit dem Hüttentaxi. – Am Abend (in Österreich ist Feiertag) gehen wir Pizza essen.

    Gipfelkreuz auf dem Söldenkogel

16. August 2020

Die Wetterprognose ist heute nicht ganz so optimal. Vermutlich gibt`s am Nachmittag Regen. – Dennoch wollen wir wenigstens die Zeit, die uns bis zum vorhergesagten Regen bleibt, sinnvoll ausnutzen. – Brigitte schlägt den Höhenweg Tiefenbachferner -> Vent vor. Folglich fahren wir per Linienbus (durch den Tunnel) bis zum Tiefenbachferner. Gerade diskutiert hier eine organisierte Gruppe, ob sie diesen Weg ebenfalls laufen soll, oder aber wegen des Wetterrisikos lieber umkehren soll. Ergebnis der Diskussion; die Gruppe wird geteilt. Einige nehmen jetzt den Bus nach Vent, der andere Teil geht mit dem Führer – der vorher bekannt gibt, dass er sehr zügig gehen wird – an den Start. Wir ebenfalls.

Der Höhenweg – meist immer so auf einem Niveau von 2.500m – 2.600m – ist gut markiert und auch ausgebaut. Dennoch sollte man unbedingt schwindelfrei und trittsicher sein. Nach knapp zweidrittel der Strecke müssen wir uns entscheiden, ob wir unseren Knien den langen Abstieg nach Vent antuen wollen, oder aber lieber etwas ansteigend eineinhalb Stunden lang weiter bis zur Bergstation der Venter Seilbahn laufen und damit dann gen Vent gondeln. Wir wählen die Sessellift Alternative und setzen unseren Höhenweg fort. Es dauert viel länger, als gehofft, bis wir endlich die Seilbahnstation erreichen. Abwärts nach Vent und noch `ne kurze Einkehr, ehe uns der Linienbus zum Zeltplatz bringt. Es beginnt zu regnen …

    Piburger See bei Habichen

17. August 2020

Es hat so ziemlich die ganze Nacht geregnet. Entsprechend motiviert stehen wir auf und beschließen `ne „sichere“ Talwanderung zu machen. Also ab per Bus bis Habichen und von hier aus per Pedes zum Piburger See, den wir einmal umrunden wollen, ehe wir wieder nach Habichen zurück kehren. Erstes Highlight die Wellerbrücke über die Ötztaler Ache. Jetzt weiter aufwärts auf gut ausgebauten Waldwegen durch feuchtes und moosiges Bergsturzgelände bis zur ersten Einkehr am See (Seehäusl). Frisch gestärkt umrunden wir dann den See und sind fasziniert von den Ausblicken und der Landschaft. Für den Rückweg nach Habichen gibt es eine rutschige Alternative.

Wieder unten gönnen wir uns noch zwei Fleischkäs-Semmeln und dann warten wir auf den Bus nach Sölden. Kaum sitzen wir drin, fängt es heftig an zu regnen …

18. August 2020

    Panorama Hohe Mut

Es bleibt grau und regnerisch. Aber den ganzen Tag tatenlos rumhocken, das geht gar nicht! – Wir packen unsere Regensachen ein und fahren mit dem Bus bis Obergurgel. Tagesziel ist mit knapp 800 Hm die Hohe Mut (2.670m) . Etwa nach der Hälfte der Strecke reißt der Himmel auf und belohnt uns mit fast blauem Himmel. Genau das richtige Licht um das Panorama der umliegenden, teilweise noch vergletscherten Dreitausender genießen zu können. – Talwärts geht`s dann nach einer Einkehr und einem zünftigen Tiroler Geröstl mit der Seilbahn.

19. August 2020

Das Wetter sieht schon wieder etwas freundlicher aus. Also sind mal wieder die Rennräder dran und auf Wunsch eines einzelnen Herren fahren wir nochmals Downhill gen Bahnhof Ötztal. Vielleicht finden wir unterwegs ja doch noch die bei der letzten Tour hier verloren gegangene Regenjacke. – Haben wir leider nicht gefunden, dafür aber nach gut 40 km einen Durchschlag am Hinterrad von Arno`s Bike. Das Reifenflicken zog sich dann allerdings etwas hin, da ich den neun Schlauch, den ich einziehen wollte, leider beim Aufziehen der Decke beschädigt hatte. Nun ja, dann also doch Reifen flicken …

    AREA 47, Ötztal

Wir rollten dann noch mal gut 10 km weiter, erstens, um ans Ende des Ötztal Radweges zu gelangen und zweiten, um dort einzukehren. Schließlich wieder 10 km zurück bis zum Bus (Ötztal Bahnhof). Aber auch der Busfahrer hatte Pech mit einem platten Reifen, und zwar den von Fahrradanhänger. Da er keinen Ersatzreifen mitführe, mussten wir warten, bis ein Kollege mit einem Ersatzrad vorbeikam. Somit wurde es relativ spät, ehe wir wieder in Sölden ankamen. – Zu spät für`s Einkaufen und Kochen, wir sind Pizza essen gegangen.

20. August 2020

Und noch mal auf die Räder. Erst mal (wieder) nach Vent mit kurzer Einkehr, dann wieder abwärts, vorbei an Sölden, mit dem Ziel in der Ötztalerei mal wieder ein leckeres Eis zu genießen. Jetzt wieder frisch gestärkt retour, und zwar bis Huben, um hier in den Bus nach Sölden zu steigen (knapp 80 km, knapp 1.000 Hm!).

21. August 2020

Und wieder lacht die Sonne. Wir gehen noch mal zum Klettergarten oberhalb der Moosalm und Brigitte steigt einige Vierer-Routen vor, die ich dann gerade mal so im Nachstieg schaffe. Respekt!

Gegen 15:00 Uhr sind wir wieder auf dem Platz und beginnen u. a. mit Reisevorbereitungen. Den letzten Abend lassen wir es uns – ebenso wie damals den ersten Abend – noch mal im Grauen Bären gut gehen.

22. August 2020

Abreisetag. – Wir stehen etwas früher auf und beginnen sogleich mit dem Packen. Das Frühstück fällt heute etwas spärlich aus, aber wir wollen erst mal fertig werden. Zum Glück scheint noch die Sonne, so dass wir das Zelt trocken abbauen und verpacken können. Gegen11:00 Uhr ist alles erledigt, wir haben gezahlt und unsre zwei Reisetaschen für die Abholung durch Hermes am Montag gerichtet.

Per Bus bis Ötztal Bahnhof und weiter mit der Regionalbahn bis Innsbruck. Hier wartet schon der ICE auf uns, obwohl es bis zur Abfahrt noch mehr als eine Stunde hin ist. - Die Fahrt mit dem als mäßig frequentierten deklarierten ICE beginnt entspannt, was sich aber wenig später massiv ändert. wegen eines Zugausfalls wird es plötzlich extrem voll in "unserem" Zug und das ändert sich eigentlich auch nicht mehr bis Berlin. Problem dabei ist, dass weder der Speisewagen in Betrieb ist noch auch nur annähernd Abstandsregeln eingehalten werden. So kann und und darf die DB mit 1. Klasse-Kunden und natürlich auch mit allen weiteren Kunden einfach nicht umgehen!

 

Nachspiel

Und wieder versagt HERMES ! - Nachdem sie mir vor Jahren schon einmal ein wertvolles Rennrad demoliert haben, sind sie jetzt nicht in der Lage, uns unser Gepäck fristgerecht und vereinbarungsgemäß zurück zu bringen. Und das, obwohl wir für einen definierten Lieferslot einen Extra-Aufpreis gezahlt haben. HERMES ist und bleibt unzuverlässig!

 

 

 

 

 

 

 

Auch uns hat die Corona Pandemie heftig ausgebremst. Pläne für internationales Fahrrad Trekking müssen gestrichen und machbare Alternativen gefunden werden. - Dabei hatten wir sogar noch Glück, konnten wir Anfang des Jahres - also knapp vor dem Lockdown - noch drei Wochen Rennrad Urlaub auf Mallorca genießen.

Um nicht ganz aus der Übung zu kommen, insbesondere aber auch, um nicht mit den Övi`s fahren zu müssen, haben wir Anfang April unsere alten Trekkingräder aus dem Keller geholt und sowohl alle Einkäufe, wie auch 30 km - 50 km lange Rundfahrten im Südwesten Berlins unternommen. Schließlich Ende Mai die erste Rennrad Langstrecke entlang der Oder (Schwedt -> Frankfurt/O). Die Corona Fallzahlen gehen zurück, Berlin lockert nach und nach die Einschränkungen, so dass wir Mitte Juni die erste mehrtägige Tour mit Zelt in den Spreewald unternehmen. Anfang Juli dann noch mal längs der Oder ...

Ab dem 11. Juli hat Brigitte Ferien und wir unbändige Lust auf`s Reisen! Aber was geht? Nach dem Motto "Bleib im Lande und nähre dich redlich" entscheiden wir uns, mal den Mulde Radweg zu fahren. Aber auch auf Deutschlands Campingplätzen herrscht Ausnahmesituation. Da Fernreisen momentan kaum möglich sind, verbringen einerseits viel mehr Deutsche ihren Urlaub in der Heimat. Das Wohnmobilgeschäft boomt, Zeltplätze sind ein begehrtes Ziel, andererseits müssen Hygiene- und Abstandsregeln beachtet werden, was die Kapazitäten auch nicht gerade erhöht. Wir haben also reichlich zutun, für unsere geplante Mehrtagestour die erforderlichen Zeltplätze zu reservieren (ohne Reservierung kein Einlass).

Geplanter Start ist am 12. Juli 2020 in Dessau. Erst entlang der Vereinigten Mulde setzen wir unsere Reise dann entlang der Zwickauer Mulde (westlicher Arm) fort; verlassen aber bei Bad Schlema den Mulde-Radweg, um nun in östlicher Richtung via Wolkenstein zum östlichen Muldearm (Freiberger Mulde) nahe Neuclausnitz zu gelangen. Jetzt wieder auf dem Mulde-Radweg geht`s Richtung Norden bis Döbeln. So der Plan.

 

Radtour mit Trekking Bikes vom 12. - 20. Juli 2020 - MULDE RADWEG

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Streckenabschnitte (Strava)

 

REISETAGEBUCH

11. Juli 2020

Zeit für`s (finale) Packen! - Geschafft, jedenfalls fast. Bin vorsichtshalber noch mal Kocherbenzin kauf en gefahren ..

    Dessau Jagdbrücke über die Mulde

12. Juli 2020

Es geht los. Erst mal mit den Rädern bis zum Bahnhof Wannsee. - Wir radeln entspannt zum Bahnhof Wannsee und stellen unsere Räder in den RE nach Dessau. Alles planmäßig und vor allem ohne Stress! – In Dessau angekommen gönnen wir uns noch ein paar Bauhaus-Eindrücke und steuern dann gen Mulde-Radweg. Die erste Etappe ist relativ kurz (etwa 26 km), gut ausgebaut und meist flach. Erste Übernachtung dann auf dem Naturcampingplatz Möhlauer See.

13. Juli 2020

Das Wetter meint es gut mit uns, auch der Radweg ist meist ok. und ohne nennenswerte Steigungen. Gut so für den Anfang! – Wir passieren Hohenpriessnitz und stoppen vor der Personenfähre Gruna. Es gibt einen kleinen Zwischenfall mit den Fahrgästen vor uns, aber nichts Schlimmes! – Nach gemütlicher Flussquerung gönnen wir uns eine Einkehr in der Gaststätte Fährhaus Gruna. Hier treffen wir einen der insgesamt auf unserer Tour eher seltenen Reiseradler. Schließlich haben wir in Eilenburg unser heutiges Etappenziel erreicht, tun uns aber etwas schwer, den Eingang vom FEZ Freizeit- und Erholungszentrum Eilenburg zu finden und betreten dieses schlussendlich durch die Hintertür. Aber was soll`s. Nachdem wir uns bis zum Haupteingang (Anmeldung) durchgefragt hatten, durften wir mitten auf einer einsamen Zeltwiese aufbauen. Und etwas zum Trinken (Pepsi Cola) haben wir auch noch geschenkt bekommen.

    Nicht immer ist der Weg einfach

14. Juli 2020

Es ist nach wie vor noch sehr heiß. Die Strecke wird jetzt profilierter. Ab und an kurze knackige Steigungen. - Einkehr in Grimma. Eis essen und Pause. Später passieren wir den Zusammenfluss der beiden Mulde Arme bei Sermuth und setzen unsere Tour entlang der Zwickauer Mulde fort. In Colditz müssen wir dann aber endgültig von den Rädern und mühsam die schweren Teile den Berg hochschieben! - Der Campingplatz - wieder neben einem Freibad - ist ok. Allerdings bin ich bei der Ankunft total platt! Das wird erst nach Sonnenuntergang etwas besser.

15. Juli 2020

Es ist zum Glück etwas kühler geworden und pünktlich zum Abbau unseres Zeltes beginnt es leicht zu regnen. – Wir setzen unsere Reise fort. Das Streckenprofil wird zunehmend anspruchsvoller. Jetzt gibt es auch immer wieder mal unbefestigte Wege. Ab Mittag regnete es kontinuierlich und der wurde zum Abend hin immer intensiver. Wir verlassen kurz vor Glauchau den Mulde Radweg und fahren jetzt im strömenden Regen noch gut 6 km und knapp 200 Hm aufwärts. Ich kämpfe. Mir läuft mit dem Regen das Salz von meiner Stirn in die Augen und unter die Kontaktlinsen. Das brennt höllisch und verbessert auch nicht wirklich die ohnehin angeschlagene Moral! – Endlich der Campingplatz am Stausee Oberwald. Wir bauen bei Regen auf und gehen dann duschen (nichts Besonderes nach unseren UK-Erfahrungen). Zum Essen gehen wir ins Dorf und suchen mehr als eine Stunde die Kneipe. Schließlich wäscht Brigitte sogar noch unsere Schmutzwäsche.

    Muldefähre bei Gruna

16. Juli 2020

Der Regen lässt am Morgen nach, aber trotzdem ist beim Abbauen alles nass. Das GPS-Gerät von Brigitte (Garmin Oregon 600) ist endgültig im Eimer (vermutlich Wasserschaden). Nachdem wir uns prompt verfahren, gebe ich ihr meines.  - In Zwickau machen wir Rast und gönnen uns `ne echt gute Thüringer Bratwurst vom Holzkohlengrill!!! -  Auch heute ist das Streckenprofil recht onduliert und die Wege sind längst nicht alle asphaltiert. Noch ein Zwischenstopp und dann weiter bis Bad Schlema. Brigitte findet hier zielsicher den höchstgelegen Lebensmittel Markt des Ortes! – Nun ja, bezeichnen wir es mal als Training.  Dann zum schönen Campingplatz Silberbach in Bad Schlema. Und wieder gibt es etwas Regen...

    Rathaus Grimma
    Schloss Colditz

17. Juli 2020

Eine Hammeretappe. Wir wollen die Zwickauer mit der Freiberger Mulde verbinden, deshalb wechseln wir auf den Radweg Sächsisches Mittelgebirge. Auf dem Weg nach Wolkenstein absolvierten wir nahezu 1.200 Hm und das auf meist abenteuerlichen querfeldein Wegen! Immer wieder gibt es Abschnitte, an welchen wir die schweren Räder schieben müssen. Ich bin wieder echt am Limit! Und dann liegt Wolkenstein auch noch hoch auf `nem Berg. Selbst die dort hoch führende gut asphaltierte Straße war für uns nicht fahrbar!

    Eisenbahnbrücke über die Mulde

Wir haben heute eine Pension gebucht und gehen am Abend in der Burg essen (Erlebnisgasthaus "Zum Grenadier" im Schloss Wolkenstein. Lecker! - Selbst das draußen rumstromernden Ritter- und Burgvolk kann uns da nicht abhalten (der Ritterclub Wolkenstein und die historischen Regimenter Prinz Maximillian und Grenadierbataillon von Spiegel arrangierten nämlich gerade eine Veranstaltung und Feste im Innen- und Außenbereich des Schlosskomplexes).

18. Juli 2020

Gleich am Start eine absolut unmögliche Abfahrt. Super steil, Geröll mit heftigen Querrillen, absolut nicht fahrbar!  Dann wieder - wie schon gestern - ständiges Auf und Ab auf teilweise unbefestigten Wegen. Erst bei einer Einkehr in Stockhausen (Das lebendige Spielzeugland) beschreibt uns der Wirt vom Hotel Saigerhütte eine Alternativstrecke (Landstraße) mit wesentlich weniger heftigen Steigungen und vor allen Dingen auf glattem Asphalt und eigentlich nur kurz vorm Ziel noch mal ein nennenswerter Anstieg. Der Campingplatz (Erzgebirgscamp Neuclausnitz) ist klein, aber durchaus anheimelnd. Nach dem Aufbau ins Café Schramm zum Eis essen und am Abend in die neben dem Campingplatz befindliche Gaststätte.

    Schloss Rochlitz
    Göhrener Viadukt

19. Juli 2020

Guter Start! – Wir sind jetzt wieder auf dem Freiberger-Mulde-Radweg. Die ersten etwa 20 km glatter Asphalt, wenig Verkehr und kaum Berge. Erst so ziemlich kurz vorm Ziel dann doch noch ein Schiebe-Berg! Der Campingplatz Reinsberg – wieder eine Kombination aus Camping und Schwimmbad – befindet sich nämlich mal wieder auf `nem Berg. Dort angekommen, checken wir in Ruhe ein. Es ist ziemlich heiß und schwül. Wir trinken erst mal was. Unser uns zugewiesener Zeltplatz ist ok. Allerdings liegt er beim Aufbau des Zeltes mitten in der prallen Sonne. Kein bisschen Schatten! - Nach dem Duschen esse ich noch `ne Kleinigkeit im Platz-Restaurant. Dann kochen wir unser Abendessen … 😉

    Gewandhaus Zwickau
    Burg Stein bei Hartenstein

20. Juli 2020

Vom Campingplatz aus starten wir bei gutem Wetter und mit meist leichtem Gefälle gen Döbeln. Hier endet unsere Reise, zumindest die Radreise. Ab jetzt Heimreise per Bahn. Wir müssen in Elsterwerda umsteigen und verpassen prompt (u.a. wg. eines defekten Aufzugs) den Anschlusszug. Ok., eine Stunde Zwangspause, die wir durchaus sinnvoll nutzen, indem wir nämlich dem Berliner Eispalast in Elstererda einen Besuch abstatten.

    Downhill bei Wolkenstein

Beim zweiten Versuch, in die Bahn zu kommen, klappt`s schließlich. Wir reisen bis Lichterfelde Ost und radeln die letzten gut fünf Kilometer bis nach Hause.

 

RESÜMEE

Die Kombination der beiden Radwege macht Sinn, will man eine Runde fahren. – Profil und Charakter der Tour ist eher anspruchsvoll, zumindest wenn man die Runde mit Gepäck (Zeltausrüstung) fährt.  Entlang der Vereinten Mulde gibt es nicht so arg viel Höhenunterschiede, was sich aber schlagartig ändert, sobald man Colditz passiert hat. Besonders anstrengend dabei sind die oft heftigen Steigungen, teilweise auf Schotter oder nicht asphaltierten Waldwegen.

Unsere Sorge, dass - wegen der Corona Zeiten und dem Trend der Deutschen, den Urlaub in diesem Jahr im Lande zu verbringen – die Campingplätze (wir hatten uns auf allen vorher angemeldet) überfüllt seien, hat sich als unberechtigt erwiesen. Ganz im Gegenteil, es war eher sehr übersichtlich. Allerdings begannen hier die Schulferien auch erst kurz vor Ende unseres Trips die Ferien.

Ein kleines Manko auf der Tour ist – hält man sich akribisch an die ausgewiesenen Routen – dass man an der Strecke nur wenige Einkehrmöglichkeiten findet. Aber das kann man ja ändern, indem man ab und an einfach mal den Radweg verlässt.

    Freiberger Mulde
    Freiberger Mulde

Wir brauchen schlussendlich jetzt noch ein neues GPS-Gerät für Brigitte und entscheiden uns schließlich für das Nachfolgemodell unseres GARMIN Oregon 600, nämlich dem Oregon 700.. – Gute Tipps zur Fahrradelektronik u.v.m. finden wir hier: GPS Radler

    Bahnhof Döbeln

Arno&Brigitte

 

 

 

 

 

 

Wir haben wirklich lange überlegt, wo wir im Februar 2020 Brigittes Ferien verbringen sollen. Ihr Favorit war und ist eine Argentinien-Chile Rundreise mit mindestens zwei Pässen, höher 4.500m! Ich stand da aber etwas auf der Bremse, da es mir nach meiner Rücken-OP noch etwas an Courage fehlt(e). Folglich diskutierten wir einen Winter-Skandinavien Urlaub, verwarfen aber schließlich heftig teurer Quartiere und unsicherer Schneelage auch diese Idee. Also wieder ab in die Sonne. Lanzarote im letzten Jahr war zwar klasse, aber für`s wiederholte Rennradfahren dann doch nicht (mehr) so attraktiv. Also fiel die Wahl (mal wieder) auf Mallorca, denn hier weilten wir bereits 2003. 2016 und 2018. Im Gegensatz zu den bisherigen Malle-Aufenthalten wollen wir uns dieses mal aber nicht nur per Rennrad durchs Gelände bewegen, sondern wir haben auch die Wanderstöcke und das Kletterseil dabei. Als Ausgangsort wählten wir dieses Mal einen bergnahen Ort ganz im Nordosten der Insel.

 

 

 

 

 

Raus über die Feiertage  aus dem lauten und wuseligen Berlin in die "Einsamkeit und Beschaulichkeit" der Alpenwelt Karwendel (Bayern), konkret nach Krün, das war unser Plan. - Die Hoffnung auf weiße Weihnacht und LL-Urlaub mussten wir allerdings begraben ...

 

Hotel Deutsch Krone

 

 

Sektionsfahrt 2020: Osnabrücker Land, unweit des Teutoburger Waldes

Wir reisen dieses Mal – vom 20. Mai bis 24. Mai - in eine der schönsten und charmantesten Regionen im Nordwesten Deutschlands. Genau hier liegt das Osnabrücker Land mit der Friedensstadt Osnabrück. Gut 25 km entfernt unser komfortables Quartier „Haus Deutsch Krone“ in Bad Essen.

Zur Erinnerung: 

Seit 1993 organisiere ich jährlich und ununterbrochen meist zum langen Himmelfahrtswochenende eine mehrtägige sog. Sektionsfahrt. Unterstützt werde ich bei der Organisation schon seit vielen, vielen Jahren von „meiner“ lieben Brigitte (die eigentlich den Hauptanteil bei der Vorbereitung leistet).

Als Zielgruppe unserer traditionellen Sektionsfahrten hat sich in den letzten Jahren größtenteils eher der Teil der Mitgliedschaft herausgebildet, der die 50 schon (weit) überschritten hat. Entsprechend ist auch wieder unser Angebot so gestaltetet, dass keine/r zu lange Wanderungen oder zu viele Treppen im Hotel befürchten muss. Ganz im Gegenteil, jede/r kann täglich wählen, ob man wandern (max. 10 km – 15 km), lieber an den Rundfahrten per Bus (außer am Himmelfahrtstag selbst, da gibt`s nämlich keinen Bus) teilnehmen oder sich die herrliche Landschaft von der Terrasse des Hotels aus anschauen möchte. – Dabei wird Geselligkeit bei uns ganz großgeschrieben.

Der dieses Mal etwas höhere Preis für einen Platz im DZ beträgt 345,- EURO pro Person, im EZ 395,- EURO. - Anmeldungen sind bis zum 31. März 2020 möglich. Einschließlich Brigitte und mir haben wir Platz für 30 Personen. 

Abfahrt wie immer Barstraße (Fehrbelliner Platz). - Start: 20. Mai 2020, um 10.00 Uhr!

Brigitte&ich, wir freuen uns auf Euch

Wichtiger Hinweis: Wir sind  ausgebucht (26. Jan. 2020)! - Ab jetzt leider nur noch Warteliste für den Fall, dass es Stornierungen gibt.

13. April 2020: Es sieht leider nicht so gut aus mit unserer geplanten Reise; u. a. weil wir auch meiner Ansicht nach so ziemlich allesamt altersbedingt zur Hochrisiko Gruppe zählen. - Ich werde die Entwicklungen und Entscheidungen der nächsten Tage noch abwarten (15. April ?), um dann endgültig zu entscheiden, ob wir absagen müssen.

In diesem Fall würde ich mich dann um einen Ersatztermin im Herbst (14. - 18. Oktober) kümmern und Euch per Brief individuell informieren. Ihr könnt dann entscheiden, ob Ihr umbucht, oder ob ich Euch Euer Geld zurück überweisen soll.

22. April 2020: Besagte Briefe sind zugestellt worden. - Die allermeisten Teilnehmer*innen haben bereits reagiert. Bis auf zwei Personen, bei denen der Oktobertermin bereits anderweitig verplant ist, haben bisher alle anderen ihr Interesse an dem Ersatztermin bekundet.

01. Mai 2020:

Bis heute gibt es 25 Umbuchungen und 6 Stornierungen. Von 5 Teilnehmer*innen habe ich noch keine Antwort erhalten.

17. September 2020

Es sieht leider (noch immer) nicht gut aus. In den nächsten Tagen werde ich entscheiden (müssen), ob noch in diesem Jahr eine Sektionsfahrt stattfinden kann, oder ob wir alles auf`s neue Jahr verschieben müssen. Ich fürchte, es wird so kommen (müssen) ...

24. September 2020

Die Würfel sin gefallen! - Da aber bis heute der erhoffte Rückgang der Infektionszahlen nicht eingetreten ist und auch noch kein wirksamer Impfstoff parat ist, sondern ganz im Gegenteil die Pandemiewelle wieder an Fahrt zunimmt, ist es aus Sicht von Brigitte und mir unverantwortlich, trotzdem die geplante Sektionsfahrt durchzuführen, zumal wir alle durch die Bank nicht mehr die Jüngsten sind und somit eher zur Risikogruppe zählen.

Ich habe also mit dem Hotel verhandelt, den aktuellen Termin erneut storniert und eine Reservierung für die Zeit vom 12. - 16. Mai 2021 (Himmelfahrt!) veranlasst. - Alle potentiellen Teilnehmer*innen haben ein diesbezügliches Schreiben erhalten, wieder mit der Alternative Geld zurück oder Umbuchung. - Hoffen wir also gemeinsam auf bessere Zeiten ... !